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Hochbegabung

In psychologischen Begabungsmodellen wird Hochbegabung häufig mit hohen Testwerten in Intelligenztests gleichgesetzt - wobei ein überdurchschnittlich hohes intellektuelles Potential aber nicht automatisch zu hohen schulischen Leistungen und Erfolgen führt.

Mit „Underachievement“ (Minderleistung) bei hochbegabten Schülerinnen und Schülern ist das Auseinanderklaffen zwischen dem vorhandenen intellektuellen Potential (IQ-Wert gleich oder größer 130) und der tatsächlich gezeigten Leistung (Performanz) gemeint.

Häufig zeigen hochbegabte „Underachiever“ mangelnde Fähigkeiten bei der Umsetzung ihrer Absichten in Handlungen sowie unzureichende Kompetenzen im Lern- und Arbeitsverhalten.

Manchen begabten Kindern fehlen beispielsweise Lernstrategien, da sie sich aufgrund ihrer überdurchschnittlichen Fähigkeiten in den ersten Schuljahren viele Dinge ohne großen Lern- und Arbeitseinsatz angeeignet haben.

Aus den Stärken Hochbegabter können somit eine Vielzahl an Problemen in Bezug auf das schulische Arbeiten und/ oder Verhalten entstehen:

  • Eine reduzierte Leistungsmotivation, häufig verbunden mit einem Desinteresse an schulischem Lernen

  • Anstrengungsvermeidungshaltung

  • Probleme in der Beziehung und im Umgang mit Lehrkräften und/ oder Mitschülern

  • Mangelndes Selbstvertrauen

  • Eine ungenügend entwickelte Fähigkeit zur Selbststeuerung

  • Ungeduld mit anderen

  • Ablehnen von Routineübungen

  • Perfektionismus

Leider liefern IQ-Werte nicht primär Hilfestellungen oder Handlungsanweisungen für den Schulalltag.

Eine Förderung und Unterstützung muss somit an den individuell beschriebenen Verhaltensweisen und deren Ursachen ansetzen, wobei eine auf den jeweiligen Einzelfall abgestimmte Strategie zu entwickeln ist.

Mögliche Fragestellungen können hierbei sein:

  • Worin bestehen die Schwierigkeiten?

  • Welche Hilfen werden benötigt?

  • Welche Bedingungen müssen gegeben sein, damit eine hohe Begabung in eine sichtbare Leistung umgesetzt werden kann?

  • Wo liegen individuelle Stärken?

  • Wo können Fortschritte gemacht werden?

Im Förderzentrum der Region Uetersen sind zwei Sonderpädagoginnen für die Beratung zum Bereich Hochbegabung zuständig.

Lehrkräfte mit einem Beratungswunsch wenden sich bitte per Email an

doerte.reimers@fz-uetersen.de

oder

mirja.lenggriesser@fz-uetersen.de

www.dghk.de (Elternverein, Gesellschaft für das hochbegabte Kind) 
www.mensa.de (Hochbegabtenverein)
www.karg-stiftung.de (Stiftung zur Förderung Hochbegabter)

https://www.schleswig-holstein.de/DE/Themen/B/begabtenfoerderung.html

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