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Integration

Integration von Kindern mit dem Förderschwerpunkt Lernen
Der Gemeinsame Unterricht zeichnet sich dadurch aus, dass Kinder mit und ohne sonderpädagogischen Förderbedarf gemeinsam lernen. Damit wird das Ziel verfolgt, Barrieren und Ausgrenzungen zugunsten einer gesellschaftlichen Teilhabe aller Kinder und Jugendlichen abzubauen und vorzubeugen.
Kinder mit sonderpädagogischem Förderbedarf sind Schüler einer Regelschule und erleben immer wieder, dass es auch zahllose Situationen und Zusammenhänge in der Klassengemeinschaft der Regelschule gibt, in denen sonderpädagogischer Förderbedarf eine sehr geringe oder keine Rolle spielt.
Unterstützung durch SonderpädagogInnen in der Regelklasse
Schülerinnen uns Schüler mit dem Förderbedarf Lernen benötigen eine besondere, auf ihre individuellen Bedürfnisse abgestimmte Förderung. Sonderpädagogen des Förderzentrums Uetersen unterstützen stundenweise alle Schülerinnen und Schüler mit Förderbedarf Lernen in den Regelklassen der Grund- und Gemeinschaftsschulen in Uetersen, Tornesch, Heist, Heidgraben und Moorrege, sowie Schülerinnen und Schüler mit dem Förderbedarf Geistige Entwicklung auf dem Ludwig-Meyn-Gymnasium in Uetersen. Diese Unterstützung wird im gemeinsamen Unterricht auf sehr unterschiedliche Art und Weise realisiert. Sie findet als Doppelbesetzung sowie in Kleingruppen und in besonderen Fällen auch als Einzelbetreuung statt. Die Art der Förderung wird mit dem zuständigen Fachlehrer abgestimmt. Sonderpädagogen verfügen über eine Vielfalt von Methoden, um jedem Kind den Lernstoff individuell angepasst vermitteln zu können.
Die sonderpädagogische Förderung orientiert sich stark am täglichen Unterrichtsgeschehen. Eine Doppelbesetzung findet vor allen in den Fächern Deutsch, Mathematik und Englisch statt. Es hängt jedoch vom individuellen Förderbedarf ab, ob statt dessen andere Fächer doppelt besetzt werden.
Die Differenzierung hat das Ziel, Kinder und Jugendliche zu fördern und zu unterstützen, indem sie zu selbständigem Arbeiten angeleitet werden.
Weiterhin erfolgt eine Differenzierung im Unterricht durch:
• Variationen des Lerntempos, der Lernschritte, der Lernaufgaben
• Veränderung von Lernzielen bei unterschiedlichen Anforderungsniveaus
• eine flexible Beurteilung von Leistungen
• durch das Maß gegebener Hilfen
• dem Lernfortschritt angepasste Klassenarbeiten und Tests.

Zieldifferenter Unterricht
Die Grundlage für den Unterricht bilden die Lehrpläne für die Unterrichtsfächer. Darin werden für jedes Fach und bestimmte Klassenstufen Erwartungen formuliert, die deutlich machen, welche Fähigkeiten, Kenntnisse und Kompetenzen die Schülerinnen und Schüler erreichen sollen. Dabei orientieren sich die Lehrpläne an den „Bildungsstandards", die im Rahmen der Kultusministerkonferenz für Schulabschlüsse formuliert worden sind. Allerdings gibt es Schülerinnen und Schüler, die aufgrund des Förderbedarfs Lernen oder des Förderbedarfs Geistige Entwicklung nicht in der Lage sind, die in den Lehrplänen formulierten Ziele zu erreichen, die also nicht zielgleich unterrichtet werden können. Diese Schülerinnen und Schüler werden dann zieldifferent unterrichtet. Grundlage für diese zieldifferente Förderung sind individuelle Förderpläne, die von den Sonderpädagogen für diese Schülerinnen und Schüler erstellt werden. Denn auch in dieser Gruppe ist das Leistungsvermögen durchaus unterschiedlich. Eine erfolgreiche Förderung und eine entsprechende persönliche Entwicklung der Schülerinnen und Schüler können dazu führen, dass einige von ihnen wieder an den Unterricht der allgemeinen Schule herangeführt werden (zielgleich unterrichtet werden) und sie den Schulabschluss dieser Schule (ESA) erreichen können.

Zum Thema Integration haben wir für unsere Ausstellung die drei Begriffe Segregation, Integration und Inklusion einmal anschaulich voneinander abgegrenzt und erklärt.

1.

Segregation

 

2.

Integration

 

3.

Inklusion statt Exklusion

 

 

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